_____::: WETTKAMPFGESCHICHTE :::

Übersicht

::: WETTKAMPFGESCHICHTE IN NIEDERRUSSBACH :::

Kaum waren die Feuerwehren nach dem Krieg wieder organisiert, wurden bei den Feuerwehrtagen Wettkämpfe abgehalten. Bei diesen kamen die Wehren aus ihrem Ortsbereich hinaus, und die Öffentlichkeit konnte feststellen, dass die Feuerwehr bei den Bewerben Massen auf die Beine brachte. Die Wettkämpfe putzten die Feuerwehrtage richtig auf!

Leistungsbewerbe sind ein ganz wesentlicher Bestandteil der Ausbildung des Feuerwehrmannes. Weiters wird die Kameradschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl gefördert. Gerade bei den Bewerben in Silber und Bronze muss sich einer auf den anderen verlassen können. Der Erfolg dabei ist immer ein Gemeinschaftsprodukt.

Wettkämpfe sind der jährliche Treffpunkt von begeisterten Idealisten. Hier werden Freundschaften gepflegt und es ist immer erfreulich bekannte Gesichter zu sehen. Die Bewerbe werden in Silber und Bronze abgehalten. Der Unterschied liegt darin, dass bei Bronze der jeweilige Posten fix ist, hingegen er in Silber zugelost wird.

Seit der Einführung der Bezirksbewerbe im Jahr 1954 nahm unsere Feuerwehr an Wettkämpfen auf Bezirks- und Landesebene teil. Wobei die ersten Landesbewerbe bereits 1951 stattfanden.

Die Initiative zur Gründung der Wettkampfgruppe Niederrussbach ging von Josef Schneider aus. Hier der Auszug der Gründung der Wettkampfgruppe aus dem Hauptteil der Geschichte der FF-Niederrussbach:

"Auf Initiative von Josef Schneider wurde in diesem Jahr eine Wettkampfgruppe aufgestellt. Mit Josef Schneider als Gruppenkommandant errangen Karl Brenninger, Josef Rohringer, Franz Knoll, Franz Hauser, Otto Schneider, Josef Höfinger, Johann Lembacher und Albert Frank bei den Landesfeuerwehrleistungsbewerben in Stockerau das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze."

Schon in den Anfangsjahren gelang es, sich im Spitzenfeld zu platzieren. Ein Beweis dafür ist der Gewinn des Wanderpreises im Jahr 1962. Fast alle Kameraden unserer Wehr waren irgendwann Mitglied einer unserer Wettkampfgruppen. Es gab sogar Zeiten, wo drei Gruppen an den Bewerben teilnahmen. Die Begeisterung dafür hielt sich bis jetzt. Um den ersten Erfolg feiern zu können, musste eine lange Durststrecke überwunden werden.

Nach jahrelanger Aufbauarbeit und ständigem Üben war es im Jahr 1979 endlich soweit. Mit Siegen in Silber als auch in Bronze bei den Bewerben im Abschnitt Korneuburg in Wetzleinsdorf wurde der Beginn einer bis jetzt andauernden Serie von Siegen gelegt. Ein Jahr später gelang das gleiche Kunststück in Seitzersdorf-Wolfpassing.

Keine andere Feuerwehr konnte im Zeitraum von 1979 bis zum Jahr 2000 mehr Siege erringen. Insgesamt waren es 39. Davon 16 im Abschnitt Stockerau, sowie 23 im Abschnitt Korneuburg. Eine wahrlich beachtliche Zahl.

1991 gab es einen Höhepunkt. Damals konnten erstmals alle vier Bewerbe in unserem Bezirk gewonnen werden. 1996 bleibt uns mit dem endgültigen Gewinn des Wanderpreises bei den Vergleichsbewerben in Erinnerung. Ein schöner Erfolg, denn man muss doch, um diesen Ehrenpreis in Empfang nehmen zu können, dreimal als Sieger vom Platz gehen.

Auch bei den jährlichen Landesbewerben konnten einige Male Platzierungen um Rang 30 erreicht werden - unter mehr als 700 Gruppen.

Die Begeisterung, mit der unsere Wettkämpfer ihre Übungen und Bewerbe absolvieren, wirkt ansteckend. Denn es finden sich immer wieder junge Kameraden, die den Fortbestand unserer Gruppen sichern. Natürlich hilft der Erfolg mit, um die Begeisterung zu wecken. Doch ohne Fleiß kein Preis.

Daher: Auch nach 50 Jahren ist der Reiz und die Faszination an den Bewerben teilzunehmen ungebrochen - Symbol für das moderne Feuerwehrwesen am Beginn eines neuen Jahrtausends.